Renovierung


(C) Künstler Christian Karden
(C) Künstler Christian Karden

Schon in romanischer Zeit gab es eine Kirche in Oelshausen. Ein zugemauertes Portal mit Tympanon aus dem 11. Jahrhundert scheint dies zu belegen.

Im dreißigjährigen Krieg ist die Kirche stark beschädigt worden. 1674 erhielt sie ihre heutige Gestalt. Eine Inschrift im Fachwerkbau beweist dies:

„Herr Gott bewahre so Kirch so geMein – Soli Deo Gloria – Daniel und Johann Wicke Graebe und Castenmeistere Anno 1674 26. October. – Dies ist das Haus, da Gott Seines Nahmens Gedächnis gestiftet hatt“.

Ein beschädigter Taufstein trägt die Jahreszahl 1597. Er steht jetzt in der Nische hinter dem Altar auf einem neuen Sockel. In den Jahren 1780, 1875, 1898n und 1956 erlebte die Kirche mehr oder weniger umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. 1983/84 fanden Erneuerungsarbeiten am Kirchturm statt. Der Turm war 10 Jahre vorher durch einen Brand in der Nachbarschaft stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Renovierung war also dringend erforderlich. Die Wetterfahne wurde von dem Gemeindemitglied Erhard Paar und dem 1995 verstorbenen Kirchenältesten Konrad Quitter wieder instand gesetzt. Sie trägt die Jahreszahl 1875 – 1984. An den Umbaukosten in Höhe von 68.000,00 DM beteiligte sich die Stadt Zierenberg mit 50%. Heute kaum mehr denkbar.

Die Kirche ist ein Sandsteinbau mit Fachwerkobergeschoss über dem Kirchenschiff. Es besitzt 6 Stichbogenfenster in Werksteinfassung. Die rechteckige Eingangstür ist in Werksteineinrahmen mit barocken Blenden gefasst. Darüber befindet sich ein schmales Stichbogenfenster, in der Nordwand, in der Turmmitte, - befindet sich die o.g. Rechtecktür mit dem romanischen Tympanon. Das Relief ist durch Witterungseinflüsse kaum noch zu erkennen. Auffällig ist der wuchtige quadratische Dachturm, der mit Schiefer gedeckt ist. Darüber befindet sich die fünfseitige Helmpyramide. Die Überleitung der Turmspitze vom Quadrat zu Achteck erfolgt durch die sechsseitige Eckhäuschen mit Pyramidendach.

Der Innenraum der Kirche ist ausgesprochen schlicht.

Am Gestühl hinter der Kanzel steht folgende Inschrift:

„Sihe Dich umb önter allem Volck nach redlichen leuten, die Gott förchten, wahrhaftig und em geitz feind, die setze über Sie, das sie das Volck allezeit richten. Exod. XVIII vers XXI XXII Anno 1654.

Die Kirche ist derzeit in einem äußerst schlechten Zustand. Die Holz- und Dachkonstruktion und der Fachwerkaufbau sind seit Jahren nur durch eine Notmaßnahme gesichert. Wie es schien, kann in der nächsten Zeit mit der Renovierung begonnen werden. Dies ist allerdings nur möglich, indem durch eine konzertierte Aktion des Kirchenkreis, der Landeskirche und der Kirchengemeinde die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.

Bilder von der Kirchenrenovierung 2013